Wählt man das falsche Holz, mindert das das Wertgefühl des Schmuckkästchens, das sich darin befindet.
Ich habe Holz für Hunderte von... beschafft und spezifiziert individuelle Schmuckverpackung Bei Projekten hat die Materialwahl einen erheblichen Einfluss auf alles: den wahrgenommenen Wert, die Haltbarkeit beim Transport, die Beständigkeit der Oberfläche und ob eine Box tatsächlich den Inhalt schützt.
Dieser Leitfaden stellt die sechs besten Holzarten für die Aufbewahrung von handgefertigtem Schmuck vor: Walnuss, Kirsche, Ahorn, Zeder, Mahagoni und Bambus. Für jede Holzart erfahren Sie die wichtigsten Eigenschaften für die Schmuckverpackung – nicht nur die Optik, sondern auch die Funktionalität. Ein praktischer Leitfaden hilft Ihnen, die passende Holzart für Ihre Marke und Ihre Kunden zu finden.
Sie sind noch nicht bereit, den vollständigen Leitfaden zu lesen? Hier ist die Kurzfassung.
Die insgesamt besten Holzarten für maßgefertigte Schmuckkästchen sind Walnuss, Kirsche, Ahorn, Zeder, Mahagoni und Bambus.
| Holz | Janka Härte | Bester Anwendungsfall | Sustainability |
| Nussbaum | 1,010 lbf | Hochwertiger, edler Schmuck, Erinnerungsboxen | Moderat |
| Kirsche | 950 lbf | Erbstück- und Brautkollektionen | Gut |
| Ahorn | 1,450 lbf | Moderne Marken, weiße/gravierte Schachteln | Gut |
| Zeder | ~350 lbf | Innenfutter, Anlaufschutz | Gut |
| Mahagoni | ~900 lbf | Traditioneller Luxus, große Produktionsmengen | Variable |
| Bambus | ~1,380 lbf | Ökologisch positionierte Marken, kostensensible Produktionsläufe | Ausgezeichnet |
Lesen Sie weiter, um eine detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Materialien zu erhalten, zu erfahren, was Sie vermeiden sollten und wie Sie das richtige Holz für Ihre Marke auswählen.
Holz ist kein einheitlicher Werkstoff. Zwei Bretter können ähnlich aussehen und sich unter dem Einfluss einer Oberfräse, der Luftfeuchtigkeit oder nach einem Jahr täglicher Nutzung völlig unterschiedlich verhalten.
Hier erfahren Sie, was gutes Holz für Schmuckkästchen von anderem Holz unterscheidet.
Eine Schmuckschatulle wird stärker beansprucht, als die meisten Menschen erwarten.
Es wird in einem Kurierkarton versandt, von Einzelhandelsmitarbeitern gehandhabt, auf Theken platziert und hunderte Male geöffnet und geschlossen. Weiches Holz zeigt schnell Dellen und Oberflächenspuren. Diese Spuren signalisieren schlechte Qualität, noch bevor ein Kunde den Schmuck im Inneren überhaupt gesehen hat.
Die Härte wird auf der Janka-Skala gemessen. Für die Außenverkleidung von Schmuckkästchen ist ein Wert über 900 lbf empfehlenswert. Hartahorn erreicht 1,450 lbf, Schwarznuss 1,010 lbf und Kirsche 950 lbf. Zeder ist mit etwa 350 lbf für den Außeneinsatz bei starker Beanspruchung zu weich. Sie besitzt jedoch andere Eigenschaften, die sie wertvoll machen.

Die Maserung beeinflusst das Aussehen eines Holzes und wie gut es eine Oberflächenbehandlung aufnimmt.
Feinporige Hölzer wie Ahorn und Kirsche erzeugen glatte, gleichmäßige Oberflächen, die sich hervorragend für Lasergravur, Folienprägung und Lackierung eignen. Offenporige Hölzer wie Eiche können ungleichmäßige Ergebnisse liefern, wenn die Oberfläche nicht sorgfältig vorbereitet und gespachtelt wird.
Neben der Oberflächenqualität vermittelt die Maserung eine visuelle Botschaft. Die dunkle, fließende Maserung von Walnussholz wirkt edel. Die dezente Wärme von Kirschholz strahlt handwerkliche Qualität und Klassik aus. Die nahezu weiße Konsistenz von Ahornholz wirkt modern und minimalistisch. Die gewählte Maserung ist Teil der Markenkommunikation. Daher sollte man sie auch so behandeln.
Manche Hölzer leisten mehr als nur Schmuck aufzubewahren. Sie schützen ihn aktiv.
Die östliche Rotzeder ist das beste Beispiel. Ihre natürlichen Öle verlangsamen das Anlaufen von Sterlingsilber und Kupferlegierungen und wehren Insekten ab. Deshalb findet man Zedernholzeinlagen in antiken Schmuckkästchen aus Holz, die ein Jahrhundert überdauert haben. Der Schutz ist chemischer, nicht nur struktureller Natur.
Walnuss und Mahagoni enthalten zudem natürliche Öle, die die Feuchtigkeitsaufnahme hemmen und zu einem stabilen Raumklima beitragen. Schwankungen der Luftfeuchtigkeit zählen zu den Hauptursachen für Anlaufen und Oxidation von Metallen. Daher ist diese Eigenschaft bei der Materialauswahl für die Langzeitlagerung wichtiger, als den meisten Käufern bewusst ist.
Die Bearbeitbarkeit bestimmt, wie sauber ein Holz auf Handwerkzeuge, Fräser und Holzverbindungen reagiert.
Kirsche und Walnuss eignen sich hervorragend für feine Holzarbeiten. Sie lassen sich ohne Ausrisse bearbeiten, Details in geschnitzten oder gefrästen Profilen präzise wiedergeben und zu einer gleichmäßigen Oberfläche schleifen. Mahagoni ist verzeihend und formstabil während des Bearbeitungsprozesses, weshalb es seit Generationen das Standardmaterial für edle Möbel und Instrumentenkoffer ist.
Bambus verhält sich eher wie ein laminiertes Hartholz als wie eine Holzart. Er lässt sich sauber schneiden, gut bearbeiten und bietet nicht die Probleme mit der Faserrichtung, die bei Massivholz auftreten können.
Die Materialkosten steigen schnell an, wenn man Hunderte oder Tausende von Einheiten bestellt.
Ahorn und Kirsche sind in Nordamerika weit verbreitet und zu mittleren Preisen erhältlich. Walnussholz ist teurer, aber dennoch im Handel verfügbar. Mahagoni variiert stark. Echtes Honduras-Mahagoni ist mittlerweile CITES-reguliert und teuer, während afrikanisches Mahagoni (Khaya) ein weit verbreiteter Ersatz mit ähnlichen optischen und verarbeitungstechnischen Eigenschaften zu einem niedrigeren Preis ist.
Bambus ist bei größeren Produktionsmengen in der Regel die kostengünstigste Option, unter anderem aufgrund seines schnellen Nachwachszyklus. Unabhängig von der Menge ist es ratsam, die Holzart und -qualität mit Ihrem Lieferanten zu klären, anstatt anzunehmen, dass „Mahagoni“ oder „Walnuss“ ein einheitliches Material bezeichnen.
Jede Holzart auf dieser Liste hat einen spezifischen Anwendungsfall, in dem sie die anderen übertrifft. Keine ist universell die beste Wahl. Die richtige Entscheidung hängt von Ihrer Marke, Ihren Kunden und der tatsächlichen Verwendung der Box ab.

Walnussholz ist aus gutem Grund die erste Wahl für hochwertige Schmuckverpackungen.
Seine tief schokoladenbraune Farbe und die schwungvolle Maserung vermitteln Luxus, ohne dabei verschnörkelt zu wirken. Walnussholz ist unkompliziert und strahlt eine dezente Exklusivität aus – ideal für Schmuckmarken, die Wert darauf legen, dass die Verpackung die Qualität des Inhalts widerspiegelt.
Mit einer Janka-Härte von 1,010 lbf ist es im täglichen Gebrauch sehr widerstandsfähig. Walnussholz nimmt Öl- und Lackoberflächen hervorragend auf und entwickelt eine Oberflächentiefe, die authentisch und satt wirkt und nicht nur beschichtet aussieht.

Kirschholz ist das interessanteste Holz auf dieser Liste, weil es sich verändert.
Frisch verarbeitetes Kirschholz hat einen hellen, fast pfirsichfarbenen Bernsteinton. Durch monatelange Lichteinwirkung dunkelt es zu einem satten Rotbraun nach und besitzt einen natürlichen Glanz, den keine Beize nachahmen kann. Eine Schmuckschatulle aus Kirschholz direkt aus der Fabrik und dieselbe Schatulle ein Jahr später im Zuhause eines Kunden wirken wie zwei verschiedene, schönere Versionen desselben Produkts.
Diese Alterungseigenschaft macht Kirschholz einzigartig geeignet für Schmuckmarken, die auf Erbstücke setzen. Das Holz verschlechtert sich nicht mit der Zeit, sondern entwickelt sich weiter. Kirschholz hat eine Janka-Härte von 950 lbf, lässt sich in jede Richtung sauber schneiden und nimmt eine klare Oberfläche an, die die natürliche Farbentwicklung ungehindert fortsetzt.

Ahorn ist die richtige Wahl, wenn das Holz in der Markenidentität untergehen soll.
Seine elfenbeinähnliche Farbe und die feine, gleichmäßige Maserung ergeben eine neutrale Oberfläche, die sich harmonisch in individuelle Bedruckungen, Gravuren oder Lackierungen einfügt. Wenn Ihre Marke eine weiße Schmuckschatulle aus Holz oder eine andere helle Farbpalette erfordert, ist Ahorn fast immer die beste Wahl.
Mit einer Janka-Härte von 1,450 lbf, dem höchsten Wert in dieser Liste, ist Ahorn auch die kratzfesteste Option. Gerade im Einzelhandel, wo Kartons häufig angehoben, geprüft und wieder abgestellt werden, ist diese Widerstandsfähigkeit entscheidend. Die dichte Maserung des Ahorns ermöglicht zudem die schärfsten Lasergravurergebnisse aller hier aufgeführten Holzarten. Feine Markenzeichen werden sauber und gleichmäßig, auch in großem Maßstab, dargestellt.

Zeder verhält sich anders als alle anderen Hölzer auf dieser Liste.
Die Rote Zeder eignet sich nicht nur zur Aufbewahrung von Schmuck. Ihre natürlichen Öle verlangsamen aktiv das Anlaufen von Sterlingsilber und Kupferlegierungen, und die Aromastoffe wehren Insekten ab. Dieselbe chemische Zusammensetzung macht Zederholz zum Auskleidungsmaterial von Vintage-Schmuckkästchen und antiken Schmuckkästchen, die Schmuckstücke über Generationen hinweg bewahrt haben. Der Schutz ist real und messbar, keine leere Marketingfloskel.
In der Praxis eignet sich Zederholz am besten als Innenverkleidung, nicht für die Außenhülle. Mit einer Janka-Härte von etwa 350 lbf ist es für Außenpaneele bei normaler Beanspruchung zu weich. Kombiniert man eine härtere Außenverkleidung (z. B. aus Nussbaum, Mahagoni oder Ahorn) mit einer Innenverkleidung aus Zederholz, erhält man strukturelle Stabilität außen und funktionalen Schutz innen.

Mahagoni gilt seit über einem Jahrhundert als Maßstab für die Herstellung edler Etuis, Instrumentenkästen und Schmuckaufbewahrung. Sein Ruf ist wohlverdient.
Der entscheidende Vorteil von Mahagoni liegt nicht in Farbe oder Maserung, sondern in seiner Stabilität. Mahagoni widersteht Verformungen und Schrumpfung durch Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen besser als die meisten anderen im Handel erhältlichen Holzarten. Dies ist besonders wichtig, wenn Schmuckkästchen über verschiedene Klimazonen hinweg transportiert werden – von einer Fabrik in einer feuchten Küstenstadt zu einem Einzelhandelsgeschäft in einem trockenen Binnenland. Ein Deckel, der aufgrund von Verformungen während des Transports nicht richtig schließt, ist ein Qualitätsmangel, der die Marke und nicht den Spediteur in Verruf bringt.
Mahagoni lässt sich zudem nahezu vollständig und makellos auf jede Oberflächenbehandlung auftragen. Lacke, Beizen, Öle, handaufgetragenes Wachs und dekorative Intarsien haften gleichmäßig auf seiner Oberfläche. Diese Zuverlässigkeit im großen Maßstab ist der Grund, warum traditionelle Schmuckmarken und Kaufhäuser seit Jahrzehnten auf Mahagoni setzen.

Bambus ist das Argument für Nachhaltigkeit, und das zu Recht.
Es regeneriert sich in 3 bis 5 Jahren, im Vergleich zu 20 bis 80 Jahren bei den oben genannten Harthölzern. Für Schmuckmarken, die sich an Konsumenten richten, die Wert auf nachhaltige Verpackungen legen, bietet Bambus ein nachweisbares Umweltzertifikat, das andere Materialien dieser Liste nicht bieten können. Dies ist ein zunehmend wichtiges Marktsegment in den meisten westlichen Ländern.
Botanisch gesehen ist Bambus ein Gras und kein Holz. Im ausgereiften Zustand sind seine Dichte und mechanischen Eigenschaften jedoch mit denen von Hölzern mittlerer Härte vergleichbar. Er lässt sich sauber schneiden, gut bearbeiten und ergibt eine glatte, moderne Oberfläche. Die lineare Maserung wirkt auf Fotos ansprechend und verleiht dem Bambus eine klare, zeitgemäße Anmutung, die gut zu modernen Markenästhetiken passt.
Bambus ist zudem in Bezug auf die Menge tendenziell das kostengünstigste Material auf dieser Liste, was zum Teil auf seinen schnellen Wachstumszyklus und die zunehmend entwickelte Lieferkette zurückzuführen ist.
Die sechs oben genannten Optionen haben jeweils einen klaren Anwendungsfall. Die Entscheidung hängt letztendlich davon ab, das Material mit der visuellen Identität Ihrer Marke, den Erwartungen Ihrer Kunden und den tatsächlichen Einsatzbedingungen der Verpackung in Einklang zu bringen.
So können Sie die Sache angehen.
Die optische Beschaffenheit des Holzes sollte Ihre Markenidentität unterstreichen, nicht davon ablenken.
Walnuss und dunkles Mahagoni vermitteln traditionellen Luxus. Ahorn steht für modern und minimalistisch. Kirsche strahlt handwerkliche Handwerkskunst und Wärme aus. Bambus symbolisiert bewusste Nachhaltigkeit. Zeder, als Futtermaterial, steht für funktionale Pflege.
Ein unpassendes Design kann schädlicher sein, als die meisten Marken annehmen. Ich habe erlebt, wie eine moderne Schmuckmarke ihre Ringe in Mahagoni-Schachteln verpackte – ein Holz, das ihre Kunden mit dem Arbeitszimmer ihres Großvaters assoziierten. Dieser Widerspruch untergrub die Markenpositionierung genau im Moment des Öffnens, also genau dann, wenn die Verpackung ihre Funktion erfüllen muss.
Der Lebenszyklus der Verpackung ist genauso wichtig wie ihr erster Eindruck.
Eine Schachtel, die jahrzehntelang auf einem Schminktisch stehen soll, benötigt andere Eigenschaften als eine, die primär als Geschenkverpackung dient. Für die Langzeitlagerung sind Formstabilität (Mahagoni, Nussbaum), Schutz vor Gerüchen (Zedernholz-Innenauskleidung) und Beständigkeit gegen Feuchtigkeitsschwankungen wichtig. Bei Geschenkverpackungen hingegen stehen Optik, Verarbeitungsqualität und Gravurklarheit im Vordergrund.
Anwendungen im Einzelhandel stellen eigene Anforderungen: Besonders wichtig ist die Kratzfestigkeit, wenn eine Box dutzende Male am Tag von Mitarbeitern und Kunden angefasst wird, bevor sie ihren endgültigen Besitzer erreicht.
Das teuerste Holz ist selten der wichtigste Faktor bei einer Box, die hochwertig aussieht und sich auch so anfühlt.
Bei Schmuckverpackungen vermitteln die Verarbeitungsqualität, das Innenfutter und die Beschläge den wahrgenommenen Wert meist stärker als die Holzart. Eine hochwertige Ahornbox mit edlem Wildlederfutter ist einer minderwertig verarbeiteten Walnussbox in einer höheren Preisklasse überlegen. Konzentrieren Sie Ihr Budget auf die Elemente, die der Kunde tatsächlich wahrnimmt: die äußere Verarbeitung und die Innenausstattung. Nicht allein auf die Holzart.
Nicht alle Oberflächenbehandlungsmethoden eignen sich gleichermaßen für alle Tierarten.
Die Lasergravur liefert die schärfsten Ergebnisse auf Ahorn und Kirsche. Walnuss und Mahagoni lassen sich gut gravieren, jedoch mit geringerem natürlichem Kontrast. Das Ausfüllen der Gravurstellen mit Metallicfarbe ist eine gängige Lösung. Folienprägung und Siebdruck funktionieren bei glattmaserigen Hölzern mit entsprechender Oberflächenvorbereitung, wobei die Maserungsgleichmäßigkeit für die Passgenauigkeit im großen Maßstab wichtig ist.
Für helle oder lackierte Farbtöne bieten Bambus und Ahorn die neutralste Basis. Bei natürlicher Holzästhetik, bei der die Maserung zum Reiz beiträgt, weisen Walnuss, Kirsche und Mahagoni die ausdrucksstärkste natürliche Zeichnung auf.

Bevor Sie sich für ein Material entscheiden, sollten Sie sich diese Fragen klar beantworten:
Zu wissen, was man nicht verwenden sollte, ist genauso nützlich wie zu wissen, was man wählen sollte.
Viele gängige Holzarten scheinen geeignet, bereiten aber bei der Schmuckaufbewahrung Probleme. Hier erfahren Sie, welche Sie meiden sollten und warum.
Kiefernholz ist preiswert, weit verbreitet und völlig ungeeignet für edle Schmuckkästchen.

Die Janka-Härte liegt je nach Holzart zwischen 380 und 870 lbf. Das ist zu weich für Außenpaneele, die regelmäßig beansprucht werden. Kiefernholz enthält zudem natürliche Harze, die mit der Zeit austreten und auf Oberflächen oder Innenverkleidungen abfärben können. Schwalbenschwanzverbindungen und Gehrungsecken in Kiefernholz neigen dazu, sich durch die Feuchtigkeitsaufnahme zu öffnen, was sowohl das Aussehen als auch die Stabilität der Box beeinträchtigt.
Für budgetbewusste Anwendungen bieten Bambus oder Ahorn weitaus bessere Ergebnisse zu vergleichbaren oder nur geringfügig höheren Kosten.
MDF (mitteldichte Faserplatte) und Spanplatten sind keine Hölzer. Es handelt sich um Holzwerkstoffe, die mit Klebstoffen verklebt werden. Sie sind in der Massenproduktion von Möbeln weit verbreitet, da sie günstig, formstabil und gleichmäßig sind.

Die Probleme mit Schmuckverpackungen sind erheblich. MDF absorbiert leicht Feuchtigkeit, quillt an Kanten und Ecken auf und bietet auf Dauer keinen guten Halt für Schrauben oder Beschläge. Außerdem gibt es Formaldehyd aus den Bindemitteln ab. Das ist besonders problematisch für geschlossene Räume, in denen empfindliche Materialien wie Perlen und behandelte Metalle aufbewahrt werden. Eine Schachtel, die von außen poliert aussieht, kann aus MDF mit Furnier bestehen; fragen Sie Ihren Lieferanten direkt, wenn Sie sichergehen möchten, was Sie erhalten.
Roteiche ist ein echtes Hartholz, robust, langlebig und aufgrund ihrer Eigenschaften als Bodenbelag und Möbelmaterial sehr geschätzt. Bei der Herstellung edler Schmuckkästchen stellt ihre offene Maserung jedoch eine Herausforderung für die Oberflächenbehandlung dar, die in den meisten Produktionsstätten nur schwer bewältigt werden kann.

Die großen Poren von Eichenholz erfordern eine Porenfüllung, bevor ein glatter Lack oder Anstrich aufgetragen werden kann. Ohne diesen Schritt scheint die Maserung unter der Beschichtung deutlich durch. Das Ergebnis ist eine leicht raue oder unebene Oberfläche. Für erfahrene Schreiner ist dies kein Problem, in der Serienproduktion führt es jedoch zu Unregelmäßigkeiten.
Ein zweiter Aspekt ist speziell für die Schmuckaufbewahrung relevant: Roteiche enthält hohe Konzentrationen an natürlichen Tanninen. In geschlossenen Räumen setzen diese Tannine saure Verbindungen frei, die die Oxidation und das Anlaufen von Silber und anderen reaktiven Metallen beschleunigen. Zeder wirkt genau entgegengesetzt. Sie verlangsamt das Anlaufen, Eiche hingegen beschleunigt es. Für die individuelle Schmuckverpackung in größeren Mengen liefern feinporige Hölzer mit niedrigem Tanningehalt in jeder Hinsicht zuverlässigere Ergebnisse.
Walnussholz ist die beste Wahl für die Aufbewahrung hochwertiger, handgefertigter Schmuckstücke. Es vereint eine Janka-Härte von über 900, eine natürlich satte Oberfläche und hervorragende Bearbeitbarkeit für Verbindungen und Oberflächenbehandlungen. Kirsche eignet sich besser für Marken, die Wert auf Erbstückqualität und die natürliche Alterung des Materials legen. Für eine optimale Oberfläche zum Beschriften, insbesondere für Gravuren, ist Ahorn beiden Hölzern überlegen.
Zedernholz ist für die meisten Metallschmuckstücke, insbesondere Sterlingsilber, unbedenklich und vorteilhaft, da seine natürlichen Öle das Anlaufen nachweislich verlangsamen. Eine Sache ist jedoch zu beachten: Aromatisches Zedernholz sollte nicht über längere Zeit direkt mit Perlen, Korallen oder porösen, behandelten Edelsteinen in Berührung kommen. Der natürliche Säuregehalt der Zedernöle kann organische und behandelte Oberflächen mit der Zeit angreifen. Eine Stoffschicht als Barriere in Schmuckkästchen, in denen verschiedene Schmuckarten aufbewahrt werden, löst dieses Problem.
Ahorn ist die erste Wahl für weiße Schmuckkästchen oder helle Lackierungen. Seine helle, gleichmäßige Maserung bildet eine neutrale Basis, und dank seiner Dichte haften Farbe und Lack optimal, ohne dass die Maserung durchscheint. Kirsche und Bambus sind je nach gewünschtem Farbton gute Alternativen, aber Ahorn ist der zuverlässigste Ausgangspunkt.
Ahorn liefert die schärfsten Ergebnisse bei Lasergravuren. Seine feine Maserung sorgt für saubere, kontrastreiche Markierungen mit gleichmäßiger Tiefe. Kirsche lässt sich ähnlich gut gravieren. Walnuss graviert sauber, jedoch mit geringerem natürlichem Kontrast aufgrund seiner dunklen Grundfarbe; das Ausfüllen der Gravuren mit Gold oder Silber ist üblich. Mahagoni eignet sich gut für gröbere Details, zeigt aber bei feinen Brandzeichen weniger Konturen.
Bambus ist hinsichtlich seiner Nachwachsrate die nachhaltigste Option: 3 bis 5 Jahre im Vergleich zu Jahrzehnten bei anderen Holzarten. Unter den konventionellen Holzarten bieten FSC-zertifizierter nordamerikanischer Ahorn, Kirsche und Walnuss aus nachhaltiger Forstwirtschaft die überzeugendsten Nachhaltigkeitsversprechen. Unabhängig von Ihrer Wahl sollten Sie Ihren Lieferanten nach Herkunftsnachweisen fragen. Nachhaltigkeitsversprechen ohne nachweisbare Herkunft gefährden Ihre Marke, anstatt sie zu stärken.
Die Wahl des Holzes ist ebenso sehr eine Markenentscheidung wie eine Materialentscheidung.
Walnuss steht für modernen Luxus. Kirsche für traditionelle Handwerkskunst. Ahorn für klares, zeitgenössisches Design. Zeder steht für echten, funktionalen Schutz. Mahagoni steht für bewährte, zuverlässige Premiumqualität. Bambus steht für eine Marke, die zukunftsorientiert denkt.
Jedes dieser Materialien hat sich in hochwertigen Schmuckverpackungen bewährt. Die richtige Wahl hängt davon ab, wer Ihre Zielgruppe ist, wofür die Schachtel verwendet wird und welche Botschaft Ihre Verpackung beim Öffnen vermitteln soll.
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